Abteilungen und Hierarchien der KFB

IT-Organisation der KFB nach Abteilungen

Um eine möglichst hohe Bandbreite an verschiedenen Spielausrichtungen zu ermöglichen, ist die KFB in fünf Fachabteilungen unterteilt, die so genannten „Staja“.  Die Krasnya Front sa Barina bietet so fast jedem Spieler die Möglichkeit zur eigenen Entfaltung, ist aber keine Anything-Goes-Endzeitgruppe. Sprich uns daher gerne an, wenn du Unterstützung bei der Charakterwahl oder Feedback zu deinen Ideen benötigst.

Wir bespielen die „Tretya Rota Kalinska“, also die 3. Kompanie Kalinsk.

 

Diese Staja (Abteilungen) gibt es und das sind ihre Aufgaben:

Staja 1 – Armyet

Die Abteilung der bewaffneten Streitkräfte. Zur Staja 1 gehören alle Soldaten im klassischen Sinne. Deren Aufgaben umfassen natürlich das Sichern des Stützpunktes und damit die polizeilichen Aufgaben unter den zivilen Anwohnern; also Personen-, Gebäude und Grenzkontrollen, Wachestehen und selbstverständlich der Kampf gegen subversive Elemente. Im Feld sind Aufklärung, Schanzarbeit und natürlich der erbitterte Kampf gegen den Klassenfeind angesagt.

Bewaffnet mit Saperka (Feldspaten) und Kalaschnikov ist der Armyet der siegreiche Held der Barnistischen Volksrepubliken. Die Staja 1 ist noch einmal in verschiedene „Kommandas“ unterteilt.  Mit weiterer Aufteilung in Funktionsbereiche wie Pioniere, Grenadiere etc. hält sich die Zentrale jedoch nicht auf. Jeder Armyet muss eben können, was die jeweilige Situation ihm abverlangt. Zusatzausbildungen wie die zum Feldmjedik oder Minenräumer können ihm dabei helfen. Der Armyet wird geführt durch den Starschina, erkennbar an einem gelben Längsstreifen auf seiner Armbinde. Zugehörige des Armyet tragen rote Kragenspiegel (siehe Uniformleitfaden) und als Zeichen einen Stern im Lorbeerkranz.

Armisten der KFB bei einer Gefechtsübung während des Winterquartier 2017
Armisten der KFB bei einer Gefechtsübung während des Winterquartier 2017

Staja 2 – Meditsina

Der Meditsina obliegt die Aufrechterhaltung der Truppengesundheit. Das bedeutet Routineuntersuchungen der Armisten, Seuchenprävention, Impfmanagement, medizinische Forschung und Hygienekontrollen in den Zivilbereichen den Bevölkerung. Vor allem aber den Betrieb des Lazaretts: Hier werden im Gefechtsfalle die Verwundeten operiert und versorgt.

Direkt an der Front findet man das medizinische Personal dafür eher selten, denn hierfür sind die Feldmjediks, medizinisch geschulte Armyets, zuständig. Ausgebildetes medizinisches Personal ist zu selten, als das man es leichtsinnig im Kugelhagel verheizt! Zur Meditsina gehören folglich alle Ärzte und Medschestras, die Krankenschwestern. Sie alle tragen grüne Kragenspiegel mit der Schlange, die einen Kelch umschlingt, zum Zeichen. Geleitet wird die Staja 2 vom Stabsarzt,  erkennbar an einem grünen Längsstreifen auf der Armbinde. 

Ausstattung des Feldlazarett Kalinsk
OP-Tisch des Feldlazaretts Kalinsk

Staja 3 – Teslavek

Ob technischer Tüftler oder verrückter Wissenschaftler – der Teslavek ist immer auf der Suche nach neuen Erkenntnissen, die die Technik der Barinistischen Volksrepubliken voran treiben. Besonders Energiegewinnung, Kybernetik, Robotik, Kommunikations- und Waffentechnik werden hier groß geschrieben, erforscht und lebhaft praktiziert. Der Teslavek ist im Feld also auch verantwortlich für funktionierenden Funk, ratternde Generatoren, fröhlich summende Kernreaktoren und eine zuverlässige Roboterabwehr. Von den seltsamen, mal mehr und mal weniger geheimen Experimenten zu Flugrucksäcken, Teslagewehren und Exoskelett-Anzügen einmal ganz zu schweigen. Nicht zuletzt die Radiologie und Versuche zur Wiedernutzbarmachung der verstrahlten Umgebung sind ein von Barin ganz besonders gefördertes Feld.

Geleitet vom Stabstechniker, tragen alle Teslaveks schwarze Kragenspiegel und zwei gekreuzte Werkzeuge als Zeichen. Möchtest du der Abteilung Teslavek beitreten,  ist eine kurze Rücksprache mit der Orga notwendig.

Teslalabor beim Experimentieren mit Fernübertragung

Staja 4 – Satnik

Herrscher über Verwaltung, Versorgung, Propaganda und Logistik, ist der Satnik das Rückgrat der Barinistischen Rotfront. Der Satnik regiert Feldküche und Magazin – und organisiert damit Lagerung und Ausgabe von Verpflegung, Waffen, Munition, Alkohol und allen anderen lebenswichtigen Gütern. Das klingt nur so lange langweilig, bis einem klar wird, dass man hiermit so ziemlich jeden Rotarmisten ganz und gar im Griff hat. Obgleich er harmlos aussieht, kennt der Satnik durch Feldpost und Akten nicht nur die dunkelsten Geheimnisse jedes Barinisten, sondern genießt durch seine Hoheit über eigentlich alles, was der Armist braucht, beinahe ebenso viel Macht wie das KPI. (Selbstverständlich wäre Korruption an dieser Stelle absolut „undenkbar“…)

Da der Satnik auch für die Gefechtslogistik verantwortlich ist (darunter zum Beispiel Munitions-Nachschub und Verwundetentransport), kommt die Action in dieser Abteilung übrigens keinesfalls zu kurz.

Ob eiserne Sekretärin, Kriegsberichterstatter, Küchenmatrone, schmieriger Magazinverwalter – hier ist eine vielfältige Bandbreite unterschiedlichster und sehr spielintensiver Charaktere möglich. Diese tragen violette Kragenspiegel mit einem geflügelten Rad als Zeichen und werden geleitet vom Stabsdirektor.

Der Satnik verwaltet alle lebensnotwendigen und Luxusgüter.

Staja 5 – Kommissariat für politische Interessen (KPI)

Die politische Überwachung von Moral und Ordnung. Angeführt vom Kommissar stellt diese Abteilung sicher, dass die Barinistische Überzeugung in der Truppe stets hochgehalten wird. Zudem werden Parteifeinde in Bevölkerung und den eigenen Reihen aufgestöbert, verhört und allgemeine Diplomatie betrieben.  Da zwischen dir und dem Gulag nur ein Fingerschnippen des Kommissars steht, tut man gut daran, in dessen Anwesenheit keine Zweifel an seiner Parteitreue aufkommen zu lassen. Nichts ist unheimlicher, als das bedeutungsschwere Zücken von Stift und Notizblock nach einer scheinbar harmlosen Bemerkung. Erscheint etwas nicht ganz koscher, gehts auf ins Kommissarszimmer, auf eine „freundliche Unterhaltung“.

Kurzum: das KPI weiß alles über dich. Es kennt deine Akte, den zweiten Vornamen deiner Mamuschka, was du letzten Sommer gegessen hast, wann du zur Latrine gehst und vor allem was und wen du liebst. Und wehe, darunter steht Barin nicht an erster Stelle!

Für die Tatkräftige Umsetzung seiner Anordnungen und gewiss auch das ein oder andere Insiderwissen aus der kämpfenden Truppe sorgen die Stoiki, die „politisch gefestigten Soldaten“ des Armyet. Diesen Schläg… eh, freundlichen Tawarischi stellt man sich besser nicht in den Weg. 

Angehörige des KPIs tragen blaue Kragenspiegel und haben die gekreuzten Schwerter unterm Stern zum Zeichen. KPI-Charaktere benötigen eine Freigabe durch die Orga.

Die Kommissare werden gefürchtet und sind nicht für ihre Nettigkeit bekannt.

Miliz

Bei der Miliz handelt es sich um aus der Bevölkerung herangezogene Hilfstruppen zur Unterstützung der Armyet. Erkennbar an dem Kleidungsstil der Arbeiter und Partisanen der 20er bis 40er Jahre und natürlich der Barinisten-Armbinde, eignet sie sich als gutes Einsteigerkonzept, um die KFB kennen zu lernen ohne sofort vor dem Beschaffungsaufwand einer vollständigen Uniform zu stehen. In ihrem Einsatzgebiet stehen sie dem Armyet in nichts nach, sind dabei aber natürlich „nur Zivilisten“, die nicht vereidigt sind, weshalb sie unter einem gewissen Misstrauen ihnen gegenüber und der regelmäßigen, strengen Überprüfung durch das KPI zu leiden haben. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass der Feind versucht hat, sich über die Miliz in die KFB einzuschleichen. Auf der anderen Seite jedoch sind viele Milizionäre ein ganzes Stück freiwilliger an Ort und Stelle als so mancher Armist. Was sich gewiss auch in deren Beherztheit gegenüber dem Barinimus zeigt.

Bevor man in brenzligen Situationen einen voll ausgebildeten Armyet zu verlieren droht, schickt man lieber den Milizionär vor. Besonders bei brenzligen oder unangenehmen Aufgaben wie der Aufklärung, dem Reinigen von Reaktorteilen oder unliebsamen Wachschichten wird die Wahl vermutlich in erster Linie auf den Milizionär fallen.

Unsicher, was du spielen willst?

Das einfachste, actionreichste und stets am meisten gebrauchte Charakterkonzept ist das des Armyet. Wem das zu fad ist, der kann seine Rolle mit Zusatzfertigkeiten würzen (Aufklärung, Minenräumer, Scharfschütze, Sanitäter, Funker etc.). Grundsätzlich solltest du dich bei der Charaktererstellung mit der Gruppe und vor allem mit der Orga abstimmen, damit dein Konzept bestmöglich integriert werden kann.

Militärische Hierarchie – wer hat mir was zu sagen?

Wir spielen in erster Linie eine Armee. Das bedeutet, dass grundsätzlich eine disziplinierte Verhaltensweise an den Tag gelegt werden muss. Dazu gehört vor allem das Bespielen und Einhalten einer Hierarchie. Diese Hierarchie äußert sich im Spiel durch deutlich dargestellten Respekt vor Vorgesetzten in Form ordentlicher Anrede und Salut und natürlich der Befehlskette.

Aber keine Sorge: Erste Priorität hat immer der Spielspaß aller! Uns ist wichtig, dass wir OT ein freundschaftliches Verhältnis miteinander pflegen, damit es im Spiel auch schon mal zur Sache gehen kann. Eine rege Teilnahme an Facebookdiskussionen und natürlich den gemeinsam besuchten  Veranstaltungen ist daher von uns sehr gewünscht!

Direkte Befehlsgewalt

Der Rotnik als Kompaniechef hat die Gesamtführung über alle Staja (Abteilungen), sein Stellvertreter ist der Starschina. Das heißt, bei Abwesenheit oder Freidienst wird der Rotnik durch den Starschina vertreten.

Direkte Befehlsgewalt über dich haben erstmal nur die Ranghöheren deiner eigenen Staja.  Das bedeutet, dem Barinistischen Armisten ist als erstes sein Gruppenkammandir vorgesetzt, als zweites sein Starschina, dem Leiter der Staja. Auch Befehle des Rotniks erhältst du immer über den Starschina, bzw. deinen Gruppenführer, denn diese müssen jederzeit wissen, wo sich ihre Leute befinden. 

Umgekehrt verhält es sich mit Meldungen: Du meldest Dinge deinem Gruppenkommandir, dieser dem Starschina, der wiederum dem Rotnik.

Starschina und Rotnik erkennst du an den gelben Streifen auf ihrer Armbinde.

Übrigens: Die Angehörigen des KPI haben niemals direkte Befehlsgewalt über die Rotarmisten. Da Stoiki aber diejenigen mit der uneingeschränkten Lizenz zum Verprügeln (oder Schlimmeres) sind und zwischen dir und deiner Einfachfahrkarte ins Gulag nur ein Fingerschnippen eines KPI-Offiziers steht, ist es verdammt nochmal besser, genauestens zuzuhören, was ein Angehöriger des KPIs dir zu sagen hat.

Vorübergehende Befehlsgewalt

Ein Offizier einer anderen Staja darf dir keine Dienstbefehle erteilen, solange du nicht durch den Starschina oder deinen Gruppenkommandir in seinen Dienst überstellt wirst.

Benötigt zum Beispiel der Stabsarzt Hilfe, wendet er sich an den Starschina oder Gruppenkommandir. Dieser wählt Armisten aus, die für die Dauer der Tätigkeit dem Befehl des Stabsarztes unterstehen. Ist die Aufgabe vollendet, melden sich die Armisten beim Stabsarzt ab und anschließend beim Starschina zurück.

Ausgenommen sind die direkten Hoheitsbereiche der einzelnen Stajas: Im Lazarett wird ausnahmslos das gemacht, was die Medistina sagt, an der Gefechtsfront, was der Starschina befiehlt, im Technikbereich regiert der Teslavek, in Küche und  Magazin der Satnik.

Betritt ein Armyet z.B. das Lazarett, so gilt in diesem die interne Hierarchie der medizinischen Abteilung, sprich auch eine Schwester ist ihm dort vorgesetzt. Sie also sogar den Starschina aus ihrem OP werfen (sollte um des lieben Friedens willen aber respektierlich dabei vorgehen). Umgekehrt sollte auch der dekorierteste Arzt die Anweisungen von Armyets befolgen, wenn es ins Gefecht geht.

Achtung: Respektpflichtig (das umfasst den Salut und die höfliche Anrede) bist du, unabhängig von Ort und Tätigkeit, jedem Offizier. Wenn es also um kleinere Aufgaben geht, die dich nicht von deinem eigentlich Dienst abhalten, sei dir angeraten einen fremden Offizier nicht unnötig zu verärgern und Zweifel lieber einmal zu viel zu spuren, als am Ende ein Kriegsgerichtsverfahren am Halse zu haben.

Dienstgrade

Den Dienstgrad deines Gegenübers erkennst du (falls sein Gehabe es dir nicht schon deutlich gemacht hat) vor allem an seinen Schulterklappen. Im Groben: Je goldener die Schulterklappe, desto wichtiger. Jeder ist dafür verantwortlich, seinen Rang gemäß unseres Ausrüstungsleitfadens ersichtlich zu machen! Diese Dienstgrade gibt es und so sehen sie aus:

 

Du willst mehr wissen?

Alle Einzelheiten unseres Militärspiels findest du im „Feldhandbuch“. Da es sich hierbei um ein IT-Dokument handelt, ist manches natürlich strenger formuliert, als es in der Realität bespielt wird. Also lass dich dadurch nicht abschrecken! Und keine Sorge, auch wenn es anfangs alles noch furchtbar kompliziert anmutet, du wirst es ganz schnell drauf haben.
Eine formvollendete, gedruckte Version des Handbuchs bekommt jeder Barinistische Armist übrigens von der Zentrale bei seinem ersten Einsatz geschenkt, damit er ein kleines Nachschlagewerk hat für Dienstgrade, Befehle, Verhaltensweisen, Protokolle, Packlisten, und, und, und… Wenn du bist dahin nicht abwarten kannst, können wir dir es gegen einen kleinen Obulus auch vorher schon zuschicken. Hier findest du das Handbuch schon mal zum schmökern als PDF. Bitte verbreite diese jedoch nicht weiter.

Diensthandbuch.pdf (208 Downloads)

 

 

 

November 13, 2017
Kolja Iljushin